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Was passiert mit unserer Wasser- und Abwasserinfrastruktur, wenn der Strom länger wegbleibt?

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Dazu wir uns mit Blackout-Experten Herbert Saurugg von der Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV) über konkrete Fragestellungen ausgetauscht.

1. Welche Prozesse können bei längeren Stromausfällen besonders betroffen sein?

Besonders relevant sind Förderpumpen, Druckerhöhungsanlagen, Steuerungen, Kommunikationseinrichtungen sowie Prozesse in der Abwasserentsorgung.

Je nach Topografie, Speicherreserven und technischer Auslegung kann es in der Wasserversorgung zu Einschränkungen kommen – vor allem dort, wo die Verteilung stark von Pumpen abhängig ist. In der Abwasserentsorgung drohen bei längeren Unterbrechungen Rückstau-, Entlastungs- oder Umweltprobleme, wenn kritische Anlagen nicht ausreichend abgesichert sind.

2. Wo liegen typische Abhängigkeiten?

Ein wesentlicher Punkt ist die Notstromversorgung. Entscheidend ist nicht nur, ob Notstrom vorhanden ist, sondern auch, welche Anlagenteile versorgt werden können und wie lange ein Betrieb aufrechterhalten werden kann.

Zusätzlich spielen Treibstoffverfügbarkeit, Logistik, externe Dienstleister sowie IT- und Kommunikationssysteme eine wichtige Rolle.

3. Was wird beim Thema Energieversorgung oft unterschätzt?

Häufig wird der Faktor Zeit unterschätzt. Kurzfristige Stromausfälle lassen sich meist gut beherrschen. Bei längeren Unterbrechungen wird entscheidend, ob kritische Prozesse priorisiert, technisch abgesichert und organisatorisch vorbereitet sind.

Auch die Wiederanlaufphase kann komplex sein – vorbereitete Abläufe, klare Zuständigkeiten und Übungen sind dafür essenziell.

4. Welche Maßnahmen können die Resilienz erhöhen?

  • Priorisierung kritischer Anlagen und Prozesse
  • Notfallpläne inkl. manueller Betriebsoptionen
  • Prüfung und passende Dimensionierung von Notstromlösungen
  • Treibstoff- und Logistikkonzepte für längere Betriebsphasen
  • Übungen und Szenarientrainings mit den relevanten Beteiligten

Ein großes Dankeschön an alle, die täglich für eine verlässliche Wasser- und Abwasserinfrastruktur sorgen. Ihre Arbeit ist entscheidend für Versorgungssicherheit, Gesundheit und Lebensqualität und verdient besondere Aufmerksamkeit.

Betreiber sollten zugleich frühzeitig prüfen, welche Prozesse auch bei längeren Stromunterbrechungen stabil weiterlaufen müssen und welche technischen sowie organisatorischen Maßnahmen dafür nötig sind.

POWERSEC unterstützt Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Infrastrukturbetreiber bei Analyse, Konzeption und Umsetzung passender Lösungen.

Hier bietet Herbert Saurugg Hilfestellungen zur Blackout-Vorsorge und steht auch zur persönlichen Unterstützung bei der Umsetzung zur Verfügung.

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